Alte Kulturlandschaften

Mehr als anderswo sind im Alpenraum alte Kulturlandschaften allgegenwärtig, ja manchmal werden sie sogar noch genutzt: in Visperterminen (VS) zum Beispiel liegt nicht nur der höchstgelegene Weinberg Europas, wer sich ein bisschen umschaut, wird auch zahlreiche Spuren der alten Landschaftsnutzung entdecken: Ställe, Heugaden, Hecken, Weidemauern und Ackerterrassen, von denen noch einige genutzt werden, wenn auch meist nicht für den Getreideanbau, sondern für Kartoffeln und Gemüsegärten.

Traditionelle Nutzungen sind der beste Garant für die Erhaltung alter, gewachsener Kulturlandschaften; wo dies nicht der Fall ist, kann es schnell einmal zu einer weitgehenden Überprägung der Landschaft durch neue Nutzungsformen kommen: so etwa beobachtet beim kürzlich erfolgten Bau des Golfplatzes zwischen Andermatt und Hospental (UR). Dass dabei ein in Feuchtbodennähe gelegener mesolithischer Lagerplatz entdeckt wurde – einer der ganz wenigen im Schweizer Alpenraum! – erstaunt nicht so sehr wie der Umstand, dass man in Uri auf einen solchen Fund kaum vorbereitet war, und der Platz entsprechend nur summarisch untersucht werden konnte.

Dabei hatten erst zwei Jahre zuvor die extensiven Survey-Aktivitäten der Abt. UFG der UZH im Raume Hospental das archäologische Potential der Landschaft mittels Befunddokumentationen und Radiokarbondaten klar aufgezeigt. Die Vor- und Frühgeschichte ist eben überall zugegen – man muss sie nur sehen wollen… (pdc)

http://www.zug.ch/behoerden/direktion-des-innern/direktionssekretariat/aktuell/archaeologische-funde-im-urserntal

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