à propos Schalensteine

Für horizontal angelegte Schalensteine finden sich im nordamerikanischen Kulturkreis bis in die Neuzeit als Mörser benützte Schalen,  Abb. 1.

Abb. 1: American native, Josemite-Tal, Kalifornien. L. Rütimeyer gelang es noch in der Zeit den Vorgang des Zermörserns von Eicheln zu dokumentieren.

 

Abb. 2: Granitplatte mit Schalen und Stössel für Eicheln. Kaweah River, Kalifornien.

Diese Bilder zumindest als Hinweis, dass horizontal angelegte Schalensteine nicht nur im mysthischen sondern auch im profanen Bereich ihre funktionelle Deutung finden können.

Abb. 3: Schalenstein aus Vals, GR.

Schalensteine sind im schweizerischen Alpengebiet u.a. in Graubünden verbreitet, Abb. 3. Einzelne Steinschalen habe ich in der Mesolcina, San Vittore und im Veltlin, Baruffini in der Nähe aufgelassener Maiensässhütten gesehen. Sie dienten als kleiner Wasserbehälter für das abendliche Dengeln und Wetzen der Sense.

Abbildungen:
Abb.1: L. Rütimyer, Ur-Ethnographie der Schweiz. Ihre Relikte bis zur Gegenwart mit prähistorischen und ethnographischen Parallelen. In: Schriften der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde XVI (Basel 1924) Abb. 189.
Abb.2: L. Rütimyer, Ur-Ethnographie der Schweiz. Ihre Relikte bis zur Gegenwart mit prähistorischen und ethnographischen Parallelen. In: Schriften der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde XVI (Basel 1924) Abb. 190.
Abb.3: Ch. Caminada, Die verzauberten Täler. Die urgeschichtlichen Kulte und Bräuche im alten Rätien (Zürich 1961) Taf. IX.

YA

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