Archiv der Kategorie: Alpwirtschaft

Zugtiere – Nur Pferde und Rinder?

Beide letzten Beiträge erwähnen Rinder und Pferde als Zugtieren. Dieses Bild aus den 1960-er Jahren zeigt, dass es auch bis vor Kurzem noch eher unerwartete Zugtieren gab! Es ist Teil von Ausstellung über Trimstein(Münsingen, Kt. Bern). Nicht alpine, aber doch …

(mhfc)

Als noch «Bäri» und «Bella» die Milch in die Käsi brachten: Undatierte Aufnahme des einstigen Knechts Fritz Egl. Schloss Münsingen

Als noch «Bäri» und «Bella» die Milch in die Käsi brachten: Undatierte Aufnahme des einstigen Knechts Fritz Egl. Copyright: Schloss Münsingen (Klick für Webseite).

Historische Fotos bäuerlicher Kulturlandschaft – und NS-Volkskunde

Zwei interessante  Links zur historischen Fotografie bäuerlicher Kulturlandschaft in den Alpen (E. Hubatschek) sowie „kulturanthropologischer Objektfotografie“ für die NS-Volkskunde:

http://ecards.orf.at/news/155588.html

http://sciencev1.orf.at/science/news/38765

TRE

 

Bergbauern bei Neustift im Stubaital beim "Grumbln" (Flachsbrechln), Tirol (1943)

 

Pflügen auf Kartnall, Neustift im Stubaital, Tirol (1943)

Bergheuträger in Zederhaus, Salzburg (1939)

Oral History-Film und Bergli Alm

Im Oral History-Film (Kurs AA: tools and technigues) erzählt Herr Kleinheinz daüber wie er vor fast 70 Jahren auf der Bergli Alm, Mathon, als Hirt und Senn arbeitete. Drei dieser Hütten wurden restauriert: eine als Ferienhütte, zwei als Zeugen der langen Zeit während der auf dem Bergli Generationen von Hirten und Sennen Alpwirtschaft betrieben. Ich konnte in Sept. 2010 mit einigen Kollegen diese Alm besuchen.

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mhfc

Alte Kulturlandschaften

Mehr als anderswo sind im Alpenraum alte Kulturlandschaften allgegenwärtig, ja manchmal werden sie sogar noch genutzt: in Visperterminen (VS) zum Beispiel liegt nicht nur der höchstgelegene Weinberg Europas, wer sich ein bisschen umschaut, wird auch zahlreiche Spuren der alten Landschaftsnutzung entdecken: Ställe, Heugaden, Hecken, Weidemauern und Ackerterrassen, von denen noch einige genutzt werden, wenn auch meist nicht für den Getreideanbau, sondern für Kartoffeln und Gemüsegärten.

Traditionelle Nutzungen sind der beste Garant für die Erhaltung alter, gewachsener Kulturlandschaften; wo dies nicht der Fall ist, kann es schnell einmal zu einer weitgehenden Überprägung der Landschaft durch neue Nutzungsformen kommen: so etwa beobachtet beim kürzlich erfolgten Bau des Golfplatzes zwischen Andermatt und Hospental (UR). Dass dabei ein in Feuchtbodennähe gelegener mesolithischer Lagerplatz entdeckt wurde – einer der ganz wenigen im Schweizer Alpenraum! – erstaunt nicht so sehr wie der Umstand, dass man in Uri auf einen solchen Fund kaum vorbereitet war, und der Platz entsprechend nur summarisch untersucht werden konnte.

Dabei hatten erst zwei Jahre zuvor die extensiven Survey-Aktivitäten der Abt. UFG der UZH im Raume Hospental das archäologische Potential der Landschaft mittels Befunddokumentationen und Radiokarbondaten klar aufgezeigt. Die Vor- und Frühgeschichte ist eben überall zugegen – man muss sie nur sehen wollen… (pdc)

http://www.zug.ch/behoerden/direktion-des-innern/direktionssekretariat/aktuell/archaeologische-funde-im-urserntal