Archiv der Kategorie: Grabung/Feldarbeit

Wir sind wieder da!

Nach ca. 30 langen Monaten ist Alpine Archäologie wieder zurück! Während des HS13 wird der Kurs Alpine Archaeology: Tools & Techniques wieder durchgeführt und wir werden auch dieser Blog wieder nutzen. Wir werden die Blog benutzen um über aktuelle (und vergangene) Ereignisse aus der Welt der alpine Archäologie und unseren Arbeit im Rahmen der Kurs zu Berichten und die Studenten werden als Teil der Kurs auch speziell für der Blog gemachte Beiträge aufschalten. Wir freuen uns auf einen schönen Zusammenarbeit und auf Euren regelmässigen Besuch!

Eine erste erfreuliche Mitteilung: Am 6. November 2013 (18:15 UFG-Bibliothek, UZH) werden M. Sauter, W. Imhof und U. Leuzinger über die Prospektionsarbeiten in Kt. Uri und die Ausgrabung in Attinghausen-Geissrüggen 2013 erzählen. Ihr seid herzlich eingeladen und es geht das Gerücht, dass es nachher einen Apéro gibt …

Blick über der Fundstelle Attinghausen-Geissrüggen, Kt. Uri.

Blick über der Fundstelle Attinghausen-Geissrüggen, Kt. Uri.

 

Silvretta Historica – der Rückwege Blog

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Modern Tools – GIS and Total Stations

Dieser Beitrag entstand im Rahmen des e-learning Kurs Alpine Archaeology: tools and techniques, Abt. Ur- und Frühgeschichte, UZH

During my studies and practicals in Mediterranean archaeology in Spain I’ve learned a lot about Geo Referencing Systems, GPS and GIS.

In fact, one of my professors in the Autonomic University in Barcelona and also my supervisor during my digs in Port de la Selva, Spain, Carme Ruestes, wrote her Master Thesis about GIS and its application in archaeological projects and as well as a couple of articles in some international archaeology journals. So, I became convinced of the benefits of using Geographical Information System on fieldwork and computer visualising programs as well.

Me in Port the la Selva using a Dumpy Level to take measurements

Me in Port the la Selva using a Dumpy Level to take measurements

Well, let’s make a little description about what is a Geographical Information System or GIS and the advanced tools that we need in their application. GIS is a model of a part of reality referred to a ground coordinate system and built to meet specific information needs. In the strictest sense, is an information system able to integrate, store, edit, analyze, share and display geographically referenced information. In a more generic sense, GIS are tools that allow the investigators to create interactive queries, analyze spatial information, edit data, maps and present the results of their projects.

In port the la Selva with the Team and Prof. Carme Ruestes (Right)

In port the la Selva with the Team and Prof. Carme Ruestes (Right)

The process that an archaeologist follows is this: first, on the emplacement, 3 dimensional measurements, taking the point z or height with a Dumpy level in meter above sea level. That measurements use to be employed to create de section or “cut” or for 3 dimensional reconstructions.

The point y and point x can be taken by “traditional” ways but it is better using a Total station. That little and awesome machine measures the location (coordinates) of points in relation to a pre-determined geographical location. All these coordinates can be sent to a computer or terminal to be worked on.

An example of a Total station.

An example of a Total station.

Next we superimpose the coordinates over a topographic map from our data bases with the help of computer programmes like ArcGIS, ArcMap, and so on. That permits us to compose our project map to create a clear cartography of the place.

On the following links and pictures you could find more information about how it works and also extra information about it applications on archaeology and other fields:

http://intarch.ac.uk/journal/issue23/ruestes_toc.html
http://intarch.ac.uk/journal/issue23/ruestes_index.html
(This is part of the top link. Unfortunately, you need to subscribe to see the rest.)
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1468-0092.2008.00314.x/full
(Here you can download the PDF)
http://www.esri-germany.de/products/arcgis/index.html
(German Web site about the ArcGIS Programmes and Systems)

VH

Letzte Jäger, erste Hirten – Sonderausstellung Galtür

für die Grabungsausrüstung

Nie mehr Kühe im Schnitt!

aus: ZALP, Zeitschrift für Älplerinnen und Älpler 21, 2010

mhfc

Archäologie des Gotthards Teil III

Am Freitag 15.10.2010 fand der Gotthardbasistunnel-Durchbruch statt. Dies ist eine gewaltige bauliche und logistische Leistung und wir dürfen den Mineuren und ihren Kollegen herzlich gratulieren. Ein Bauwerk wie dieses wird Historiker und Archäologen der Zukunft sicher beschäftigen.

Leider hat aber die Archäologie beim Bau des Tunnels kaum eine Rolle gespielt. Zur Erinnerung an die verlorene Vergangenheit werden hier einige kurze Artikel zum Thema Gotthard erscheinen.

Zwei archäologische Grabungen, in 2007 und 2010, belegen die mesolithische Begehung des Urserentals und des Gotthardpass. Vielleicht wart Ihr selber bei den Feldarbeiten des Leventina-Projekts dabei. Dann wisst Ihr, dass die Abt. UFG der Universität Zürich etwa 100m unter der Passhöhe, Richtung Norden, beim Lago di Rodont einen Abri sondiert hat. Dabei sind drei mesolithische und eine bronzezeitliche Benützungsphase nachgewiesen worden. Die mesolithische Phasen – alle mit Feuerstellen/holzkohlenhaltigen Schichten – datieren ins Frühmesolithikum, den Übergang Früh- Spätmesolithikum und das frühe Spätmesolithikum. Die Mehrheit der Funden stammen aus Phase drei und wurden aus Bergkirstall hergestellt; eine kleine Minderheit der Artefakte aus Radiolarit.

Diesen Sommer wurde im Rahmen des Bau eines Golfresorts zwischen Andermatt und Hospental eine Prospektion durchgeführt von ProsPect gmbh. Dabei wurde u.a. eine spätmesolithische Fundstelle entdeckt, die noch teils ausgegraben werden konnte. Prof. Della Casa hat es schon erwähnt in seinem Artikel „Alte Kulturlandschaften“. Leider war aus organisatorischen und finanziellen Gründen viel zu wenig Zeit vorhanden diese Prospektion fachgerecht durchzuführen und auch von der Fundstelle konnte nur ein kleiner Teil ausgegraben werden. Sie war schon teils weggebaggert.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Grabung ist noch nicht ausgewertet aber wir (die Ausgräber) können schon einiges zur Fundstelle sagen. Der Fundstelle war ~ 8x10m gross und bestand aus eine Konzentration geschlagener Steinartefakte. Die Fundstelle datiert wahrscheinlich ähnlich wie Phase 3 von Alpe Di Rodont, ins Spätmesolithikum (basierend auf Artefakttypologie). Wie auf der Alpe Di Rodont waren die meisten Artefakte aus Bergkristall hergestellt worden, einzelne aus Ölquartzit. (Hier mehr Infos, inkl. einige Bilder und Literatur.)

Diese zwei Fundstellen und weitere Tessiner Funde von Artefakten – die typologisch meist nördlich der Alpen vorkommen – zeigen, dass das Urserental und der Gotthardpass schon während dem Mesolithikum begangen wurden. Hätten die mesolithischen Bewohner der Alpen Freude gehabt an der Abkürzung durch der Tunnel, oder war ihnen das vielleicht egal?