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Vorstellung der Drohne als „Modern Tool“ in der alpinen Archäologie

Dieser Beitrag entstand im Rahmen des e-learning Kurs Alpine Archaeology: tools and technigues, Abt. Ur- und Frühgeschichte, UZH.

Was ist eine ferngesteuerte Drohne? Wozu dient sie?

Abb. 1: Ferngesteuerte Drohne

Eine ferngesteuerte Drohne dient zur photographischen Dokumentation aus der Luft. Die Drohnen werden mit 4 bis 8 Rotoren angetrieben. Man kann eine Film- oder Fotokamera einbauen und sie sind GPS gesteuert. Die Daten werden entweder direkt auf einen Bildschirm oder eine Videobrille übertragen. Die maximale Höhe, welche die Drohnen erreichen können, beträgt 500 m. Sie liefern Aufnahmen aus der Vogelperspektive, die zu einer qualitativ hochwertigen Dokumentation prähistorischer Denkmäler beitragen.

Fotografiert werden vor allem kleinräumige Befunde, wie z.B. freigelegte Architekturreste. Dazu werden die Aufnahmen in geringen Höhen getätigt. In der alpinen Archäologie eignen sich vor allem  Quadrocopter, also Drohnen, die mit vier motorbetriebenen Rotoren angetrieben werden. Das sind sehr leichte Fluggeräte, mit einem Durchmesser zwischen einem und vier Metern. Die in der Mitte des ferngesteuerten Gerätes eingesetzte handelsübliche Digitalkamera oder Filmkamera wird per Fernbedienung ausgelöst. Auf diese Weise wird die Kamera in die gewünschte Position über dem Befund oder der Ausgrabung navigiert, um senkrechte Luftaufnahmen zu machen, die für die Dokumentation und Präsentation eines archäologischen Sachverhaltes besonders geeignet sind. Die fotogrammetrischen Luftaufnahmen von einer Drohne oder  UAV (Unmanned Aerial Vehicle), wie der Quadrocopter ebenfalls genannt wird, werden  am Computer in einem einheitlichen Koordinatensystem in ein hochpräzises 3D-Modell umgewandelt und zur Visualisierung aufbereitet.

Allgemein können die 3D – Aufnahmen für archäologische Dokumentationen und vor allem auch in der  Vermittlung angewendet werden, wie dies das untenstehende Video sehr schön aufzeigt.

In der alpinen Archäologie wurden bereits in diversen Fällen Drohnen eingesetzt, so z.B. auch im Sommer 2011 im Silvretta – Projekt für einen Dokumentationsflug im Val Tasna, oberhalb von Ardez während der Ausgrabung von einem eisenzeitlichen Pferch. Der Vorteil ist, dass man trotz schwierigem Gelände eine Kamera für Aufnahmen von oben in eine geeignete Position über der Grabung bringen kann.

Abb. 2: Ferngesteuerte Drohne in den Alpen – Rückwege Projekt

Auch im August 2012 wurden an zehn Standorten im Oberhasli mit einem Quadrocopter Übersichtsbilder von Wüstungen aufgenommen. Am Hasliberg wurden z.B. mehrere Befunde im und  um den Tschugginollen sowie die Schweinebalm oberhalb von Hääggen aufgenommen. Neben den bereits oben genannten Vorteilen sind bei einem Drohneneinsatz oft auch die Nachteile zu berücksichtigen. Da das Gerät mit Kamera und Akku nur etwa zwei Kilogramm wiegt, ist es sehr windanfällig. Trotz schwierigen Windverhältnissen während den Aufnahmetagen gelang es dank im Gerät eingebautem GPS und den Fähigkeiten des „Drohnenpiloten“ das Gerät optimal zu manövrieren.

Abb. 3: Drohnenpiloten – Rückwege Projekt

Bibliographie:

T. Reitmaier (Hrsg.), Letzte Jäger erste Hirten. Hochalpine Archäologie in der Silvretta (Chur 2012).

B. Andres und C. Walser, Drohnen in der alpinen Archäologie. Kurzberichte Archäologie Bern (Bern 2013).

(LW)

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SYNTHESE HEUTE/ZUKUNFT – Die alpine Archäologie Heute und in der Zukunft

Dieser Beitrag entstand im Rahmen des e-learning Kurs Alpine Archaeology: tools and techniques, Abt. Ur- und Frühgeschichte, UZH

If I must choose an aspect about archaeology that will be interesting in the near future, it would be the visualising and reconstruction techniques in an interactive way. Programmes that can be downloaded to your mobile phone for free which offer to you the possibility of enjoying a city or an archaeological route like if you where in, e.g., in the 19th century; or walking near the fathers of the Age of Enlightenment or the Humanism; or in the middle of the fall of the roman empire.

Other tools can be used on our computers: E.g. Google earth. I think that’s the most amazing archaeological visual tool that I’ve ever seen and have been using it since I discovered it.

We can focus on the Alps and find the routs through the mountains used first by the Celts and then by the Romans, the ancient battlefields of the First and the Second World War, and so on.

There are many freely available media that are available since the beginnings of the internet that can make our research so much easier: pictures which can be found on the internet, Wikipedia articles, national geographic and discovery channel documentaries and a huge media database about archaeological remains and monuments of the whole mountain range of the Alps and the rest of the world.

For me, it’s a perfect tool for self-learning and… just to have fun and enjoy!

VH

 

Modern Tools – GIS and Total Stations

Dieser Beitrag entstand im Rahmen des e-learning Kurs Alpine Archaeology: tools and techniques, Abt. Ur- und Frühgeschichte, UZH

During my studies and practicals in Mediterranean archaeology in Spain I’ve learned a lot about Geo Referencing Systems, GPS and GIS.

In fact, one of my professors in the Autonomic University in Barcelona and also my supervisor during my digs in Port de la Selva, Spain, Carme Ruestes, wrote her Master Thesis about GIS and its application in archaeological projects and as well as a couple of articles in some international archaeology journals. So, I became convinced of the benefits of using Geographical Information System on fieldwork and computer visualising programs as well.

Me in Port the la Selva using a Dumpy Level to take measurements

Me in Port the la Selva using a Dumpy Level to take measurements

Well, let’s make a little description about what is a Geographical Information System or GIS and the advanced tools that we need in their application. GIS is a model of a part of reality referred to a ground coordinate system and built to meet specific information needs. In the strictest sense, is an information system able to integrate, store, edit, analyze, share and display geographically referenced information. In a more generic sense, GIS are tools that allow the investigators to create interactive queries, analyze spatial information, edit data, maps and present the results of their projects.

In port the la Selva with the Team and Prof. Carme Ruestes (Right)

In port the la Selva with the Team and Prof. Carme Ruestes (Right)

The process that an archaeologist follows is this: first, on the emplacement, 3 dimensional measurements, taking the point z or height with a Dumpy level in meter above sea level. That measurements use to be employed to create de section or “cut” or for 3 dimensional reconstructions.

The point y and point x can be taken by “traditional” ways but it is better using a Total station. That little and awesome machine measures the location (coordinates) of points in relation to a pre-determined geographical location. All these coordinates can be sent to a computer or terminal to be worked on.

An example of a Total station.

An example of a Total station.

Next we superimpose the coordinates over a topographic map from our data bases with the help of computer programmes like ArcGIS, ArcMap, and so on. That permits us to compose our project map to create a clear cartography of the place.

On the following links and pictures you could find more information about how it works and also extra information about it applications on archaeology and other fields:

http://intarch.ac.uk/journal/issue23/ruestes_toc.html
http://intarch.ac.uk/journal/issue23/ruestes_index.html
(This is part of the top link. Unfortunately, you need to subscribe to see the rest.)
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1468-0092.2008.00314.x/full
(Here you can download the PDF)
http://www.esri-germany.de/products/arcgis/index.html
(German Web site about the ArcGIS Programmes and Systems)

VH

Modern Tools: Augmented Reality in der alpinen Archäologie

Dieser Beitrag entstand im Rahmen des e-learning Kurs Alpine Archaeology: tools and techniques, Abt. Ur- und Frühgeschichte, UZH.

Eine Schwäche bei der Vermittlung der alpinen Archäologie an ein breiteres Publikum liegt in der Besonderheit ihrer natürlichen Umgebung. Die Bedeutung von Petroglyphen im hintersten Winkel eines Tales oder eines eisenzeitlichen Viehpferchs auf über 2000m Höhe lassen sich ohne die dazugehörende alpine Kulisse kaum erfassen. Und auch die Funde unter einem Abri sind ohne den Felsblock und seine Umgebung, die sich ja schlecht in ein Museum transportieren lassen, für den Besucher einer Ausstellung nur halb so eindrücklich. Für ein öffentliches Publikum ist die Fundstelle selbst vielleicht oft das imposanteste an einer alpinen Grabung. Die Vermittlung der Forschungsergebnisse müsste also idealerweise auch vor Ort in den Alpen geschehen können.

Alpine Archaeology - augmented reality on Smartphones

Alpine Archaeology - augmented reality on Smartphones

Vielleicht könnten Smartphone-Anwendungen durch augmented reality hier Abhilfe schaffen. Der Begriff, neuerdings in aller Munde, bezeichnet die computergestützte Erweiterung unserer Wahrnehmung der Realität. Für Smartphones wie das iPhone sind mittlerweile zahlreiche Anwendungen auf dem Markt, die sich der augmented reality bedienen. Über GPS wird der Standort des Benutzers erfasst und Bewegungsmesser und Kompass erkennen die Neigung und den Blickwinkel des Smartphones. So erscheint auf dem Display nicht nur das Bild der Kamera (also der Realität), sondern es können beliebige Daten, Texte, Bilder und Filme direkt über dem Kamerabild angezeigt werden.

Eine mögliche Anwendung in der Zukunft wäre beispielsweise ein archäologischer Wanderführer zu einem Projekt wie Thomas Reitmaiers „Rückwege“ im Silvrettagebirge. Der interessierte Wanderer lädt sich die entsprechende Applikation auf sein Smartphone und folgt der vorgeschlagenen Wanderroute, auf der die archäologisch relevanten Orte als Wegpunkte markiert sind. Wenn er eine solche Stelle erreicht, bietet ihm der Wanderführer diverse multimediale Informationen dazu an.

Mittlerweile sind bereits einige Programme wie 7scenes oder wikitude verfügbar, mit deren Hilfe man relativ leicht eine derartige Wanderroute erstellen und mit Daten ausstatten könnte. Der Aufwand dafür sollte sich also in Grenzen halten, wenn das Material an Bildern, Texten und ähnlichem schon vorhanden ist.

FT

Fundillustrationen in das digitale Zeitalter

Interessanter Artikel auf der Headlandarchaeology-Blog. Gute Ergänzung zu den Visualierungs- und Modern Tools-Kursteilen des AA-Kurses und für anderen die in archäologische Illustration interessiert sind.

mhfc